Deutsche
Klimafinanzierung
Der deutsche Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung
Projektdatenbank zur deutschen Klimafinanzierung

Konzepte nachhaltiger Abfall- und Kreislaufwirtschaft

Global/Überregional, Global/Überregional, 2012

Eckdaten
Land/RegionGlobal/Überregional, Global/Überregional
Ländereinordnung Global/regional
Summe 100 000 €
(Zuschuss)
davon „Klima“-Anteil 50 000 €
Finanziert über BMZ Finanzierungsinstrument allgemeine FZ/TZ (bilateral)
Jahr 2012 Projektzeitraum 2011 - 2014
Sektor Anpassung
Rio Marker Minderung 0 Rio Marker Anpassung 1
Projektträger Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Eschborn
Projektpartner
Anrechnung auf X 0,7% - Ziel der Entwicklungszusammenarbeit
O Fast-Start-Zusage 2010-2012
O Biodiversitätszusage 2009
O Beitrag zur l'Aquila Zusage für Ernährungssicherheit

Das Beratungsprojekt baut auf den Ergebnissen abgeschlossener und laufender Programme auf. Es vergleicht Erfahrungen der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit und berücksichtigt dabei ökologische, soziale und ökonomische Aspekte der Abfallwirtschaft. Die GIZ fördert eine enge Kooperation mit der nationalen und internationalen Privatwirtschaft bei Ausbildung, Know-how-Transfer, Networking und bei der Erarbeitung von Strategien. Das Vorhaben fungiert als Wissensquelle, Vermittler und Berater. Im Mittelpunkt stehen drei Themen: (1) Nachhaltige Betreibermodelle: Management, Überwachung und Bezahlung der zur Verfügung gestellten Dienstleistungen sind zentrale Punkte der Analyse. Die Ergebnisse werden festgehalten, um Entscheidungsträgern die Wahl der geeignetsten, effizientesten Lösung für die jeweiligen Rahmenbedingungen zu erleichtern. Fallbeispiele aus verschiedenen Ländern werden analysiert und Empfehlungen für nachhaltige Betriebsmodelle entwickelt. (2) Ökonomische Instrumente: Für lokale oder nationale Verwaltungen werden durch die Abfallwirtschaft erhebliche Kosten entstehen. Um sie zu reduzieren oder effektiv und sozialverträglich zu decken, zum Beispiel durch Gebühren, müssen die Kosten zunächst transparent gemacht werden. Entscheidungshilfen für Mechanismen zur Kostendeckung werden entwickelt. Außerdem fördert das Beratungsprojekt die Schaffung ökonomischer Anreize zur Vermeidung oder zum Recycling von Abfällen, wie zum Beispiel Produktabgaben, Pfandsysteme oder mengenabhängige Gebühren. (3) Abfallwirtschaft und Sanitärversorgung: Wie können Lösungen für eine sachgerechte Sammlung, Behandlung und Entsorgung von menschlichen und kommunalen Abfällen kombiniert werden können, um Gesundheit und Umweltschutz deutlich zu verbessern? Das Beratungsprojekt erarbeitet weltweit Konzepte, die auf technisch wie auch logistisch kosteneffizienten Lösungen beruhen und erprobt deren Umsetzung in Pilotprojekten.

Entwicklungpolitische Analyse

Über die Klimafinanzierung geförderte Maßnahmen müssen auch entwicklungspolitischen Kriterien genügen. Für Maßnahmen, die im Zeitraum 2010-2012 bewilligt wurden, haben wir öffentlich verfügbare Projektbeschreibungen danach untersucht, ob einige ausgewählte Aspekte bei der Formulierung von Zielen und Maßnahmen explizit berücksichtigt wurden.
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  • Diese Maßnahmen:
  • tragen zu langfristigem Klimaschutz und zur Erreichung des 2°-Ziels bei
    • Hat das Projekt einen Rio-Marker Minderung von 2 oder einen Rio-Marker Minderung und Anpassung von jeweils 1?
    • Fördert das Projekt die Einführung neuer Klimatechnologien bzw. technologischer/sozialer Innovation?
    • Fördert das Projekt die Verbesserung der Rahmenbedingungen im Energiebereich?
  • tragen explizit zur Armutsbekämpfung bei
    • Ist Armutsbekämpfung als ein ausdrückliches Ziel des Projekts und in den Maßnahmen verankert?
    • Arbeitet das Projekt mit besonders verletzlichen Gruppen zur Verbesserung ihrer sozialen und wirtschaftlichen Lage?
  • beteiligen die lokale Bevölkerung/Zivilgesellschaft
    • Haben die Betroffenen von Projekten ein Mitspracherecht an Planung, Umsetzung und Monitoring des Projekts?
    • Sind NRO als Vertreter der lokalen Bevölkerung beteiligt?
    • Ist die lokale Bevölkerung direkt beteiligt?
  • berücksichtigen explizit den Schutz der Menschenrechte
    • Sind Schutz und Förderung der Menschenrechte explizit in Zielen und Maßnahmen verankert?
    • Werden benachteiligte Bevölkerungsgruppen in der Wahrnehmung ihrer Rechte und der Beteiligung an Entscheidungen gestärkt?
    • Befolgen REDD+-Projekte das Prinzip der freiwillig vorab und in Kenntnis der Sachlage gegebenen Zustimmung (FPIC)?
  • haben Gender-Aspekte integiert
    • Hat das Projekt die Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit als Zielsetzung?
    • Setzt es Gender Mainstreaming oder eine Gender Responsiveness Strategie um?
    • Wird die Zielgruppe nach Männern und Frauen differenziert?
    • Werden Frauen und Frauengruppen explizit mit einbezogen?
  • berücksichtigen schutzbedürftige Gruppen bei Anpassungsmaßnahmen
    • Führt das Projekt Anpassungsmaßnahmen durch, die die Lage besonders verletzlichen Gruppen verbessern sollen, besonders in vom Klimawandel am stärksten betroffenen Regionen?

Quellenangaben:
keine Projektbeschreibung verfügbar, Februar 2015

zuletzt aktualisiert: 25.02.2015 | Edit

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