Deutsche
Klimafinanzierung
Der deutsche Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung
Projektdatenbank zur deutschen Klimafinanzierung

Weltnaturerbe Westkaukasus – nachhaltige Waldbewirtschaftung und dezentrale Nutzung erneuerbarer Energieressourcen

Russische Föderation, Ost- und Südosteuropa, Kaukasus, Zentralasien, 2010

Eckdaten
Land/RegionRussische Föderation, Ost- und Südosteuropa, Kaukasus, Zentralasien
Ländereinordnung Upper Middle Income Country
Summe 1 890 741 €
(Zuschuss)
davon „Klima“-Anteil 1 890 741 €
Finanziert über BMUB Finanzierungsinstrument IKI (bilateral)
Jahr 2010 Projektzeitraum 2010 - 2014
Sektor Waldschutz/REDD+
Projektträger Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), Berlin
Projektpartner Ministerium für natürliche Ressourcen und Umwelt Russische Föderation (MNR)
Anrechnung auf O 0,7% - Ziel der Entwicklungszusammenarbeit
O Fast-Start-Zusage 2010-2012
X Biodiversitätszusage 2009
O Beitrag zur l'Aquila Zusage für Ernährungssicherheit

Das Projekt fördert das angepasste Management natürlicher Ressourcen in einer neugeschaffenen Pufferzone und verbindet so Schutz und nachhaltige Nutzung der verbliebenen Nordmanntannenwälder. Durch die Wiederaufforstung und Rehabilitierung fragmentierter Wälder erhöht es die CO2-Einlagerung. Ergänzend sollen verstärkt erneuerbare Energien genutzt werden. Das Projekt führt eine Waldzustandsanalyse und ein regelmäßiges Waldmonitoring durch, erstellt einen Forsteinrichtungsplan und nimmt Maßnahmen zur Renaturierung von geschädigten Naturwäldern und zur Aufforstung mit heimischen Baumarten vor. Um gleichzeitig auf die Bedürfnisse der Bevölkerung einzugehen, richtet es Plantagen mit Nordmanntannen ein, initiiert Plenterwirtschaft und erarbeitet einen Managementplan für das Weltnaturerbegebiet und die geplante Pufferzone. Vier Maßnahmen zur standortangepassten Nutzung erneuerbarer Energien im Projektgebiet wie kleine Wasserkraftwerke oder thermische Biomassenutzung sollen die Klimaschutzwirkung der Waldschutzmaßnahmen ergänzen und verstärken.

Entwicklungpolitische Analyse

Über die Klimafinanzierung geförderte Maßnahmen müssen auch entwicklungspolitischen Kriterien genügen. Für Maßnahmen, die im Zeitraum 2010-2012 bewilligt wurden, haben wir öffentlich verfügbare Projektbeschreibungen danach untersucht, ob einige ausgewählte Aspekte bei der Formulierung von Zielen und Maßnahmen explizit berücksichtigt wurden.
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  • Diese Maßnahmen:
  • tragen zu langfristigem Klimaschutz und zur Erreichung des 2°-Ziels bei
    • Hat das Projekt einen Rio-Marker Minderung von 2 oder einen Rio-Marker Minderung und Anpassung von jeweils 1?
    • Fördert das Projekt die Einführung neuer Klimatechnologien bzw. technologischer/sozialer Innovation?
    • Fördert das Projekt die Verbesserung der Rahmenbedingungen im Energiebereich?
  • O tragen explizit zur Armutsbekämpfung bei
    • Ist Armutsbekämpfung als ein ausdrückliches Ziel des Projekts und in den Maßnahmen verankert?
    • Arbeitet das Projekt mit besonders verletzlichen Gruppen zur Verbesserung ihrer sozialen und wirtschaftlichen Lage?
  • O beteiligen die lokale Bevölkerung/Zivilgesellschaft
    • Haben die Betroffenen von Projekten ein Mitspracherecht an Planung, Umsetzung und Monitoring des Projekts?
    • Sind NRO als Vertreter der lokalen Bevölkerung beteiligt?
    • Ist die lokale Bevölkerung direkt beteiligt?
  • O berücksichtigen explizit den Schutz der Menschenrechte
    • Sind Schutz und Förderung der Menschenrechte explizit in Zielen und Maßnahmen verankert?
    • Werden benachteiligte Bevölkerungsgruppen in der Wahrnehmung ihrer Rechte und der Beteiligung an Entscheidungen gestärkt?
    • Befolgen REDD+-Projekte das Prinzip der freiwillig vorab und in Kenntnis der Sachlage gegebenen Zustimmung (FPIC)?
  • O haben Gender-Aspekte integiert
    • Hat das Projekt die Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit als Zielsetzung?
    • Setzt es Gender Mainstreaming oder eine Gender Responsiveness Strategie um?
    • Wird die Zielgruppe nach Männern und Frauen differenziert?
    • Werden Frauen und Frauengruppen explizit mit einbezogen?
  • berücksichtigen schutzbedürftige Gruppen bei Anpassungsmaßnahmen
    • Führt das Projekt Anpassungsmaßnahmen durch, die die Lage besonders verletzlichen Gruppen verbessern sollen, besonders in vom Klimawandel am stärksten betroffenen Regionen?

Quellenangaben:
http://www.international-climate-initiative.com/de/nc/projekte http://www.nabu.de/themen/international/laender/adygea/14996.html Juni 2014

zuletzt aktualisiert: 28.01.2015 | Edit

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