Deutsche
Klimafinanzierung
Der deutsche Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung
Projektdatenbank zur deutschen Klimafinanzierung

Programm Siedlungsabfalldeponien III

Tunesien, Naher und Mittlerer Osten, Nordafrika (MENA), 2010

Eckdaten
Land/RegionTunesien, Naher und Mittlerer Osten, Nordafrika (MENA)
Ländereinordnung Upper Middle Income Country
Summe -
(Zuschuss)
davon „Klima“-Anteil 2 250 000 €
Finanziert über BMZ Finanzierungsinstrument allgemeine FZ/TZ (bilateral)
Jahr 2010 Projektzeitraum k.A.
Sektor Minderung
Projektträger KfW Entwicklungsbank, Frankfurt am Main
Projektpartner
Anrechnung auf X 0,7% - Ziel der Entwicklungszusammenarbeit
O Fast-Start-Zusage 2010-2012
O Biodiversitätszusage 2009
O Beitrag zur l'Aquila Zusage für Ernährungssicherheit

Im Nachgang der Jasmin Revolution kommen neue Herausforderungen auf die Abfallwirtschaft hinzu. Die Förderung der Akzeptanz der Bürger für vorhandene und geplante Entsorgungsanlagen muss durch Einbeziehung in den Planungsprozess und Information verbessert werden. Zugleich ist durch Intensivierung der Vermeidung und Verwertung die zu entsorgende Restabfallmenge zu vermindern, das Emissionspotential der Restabfälle ist durch Vorbehandlung zu reduzieren. Das Land steht damit vor dem nächsten technologischen Sprung in der Abfallwirtschaft. Die Phase der direkten Deponierung von Abfällen soll Zug um Zug beendet werden. Stattdessen soll das Bewusstsein von „Abfall als kostbarer Ressource“ den Umgang damit prägen. Konkret bedeutet das, Abfälle vor ihrer endgültigen Ablagerung noch systematischer zu verwerten oder als "Energiequelle" zu nutzen. Diese Strategie leistet nicht nur einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz, sie eröffnet auch neue Betätigungsfelder für private Unternehmen.

Entwicklungpolitische Analyse

Über die Klimafinanzierung geförderte Maßnahmen müssen auch entwicklungspolitischen Kriterien genügen. Für Maßnahmen, die im Zeitraum 2010-2012 bewilligt wurden, haben wir öffentlich verfügbare Projektbeschreibungen danach untersucht, ob einige ausgewählte Aspekte bei der Formulierung von Zielen und Maßnahmen explizit berücksichtigt wurden.
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  • Diese Maßnahmen:
  • tragen zu langfristigem Klimaschutz und zur Erreichung des 2°-Ziels bei
    • Hat das Projekt einen Rio-Marker Minderung von 2 oder einen Rio-Marker Minderung und Anpassung von jeweils 1?
    • Fördert das Projekt die Einführung neuer Klimatechnologien bzw. technologischer/sozialer Innovation?
    • Fördert das Projekt die Verbesserung der Rahmenbedingungen im Energiebereich?
  • tragen explizit zur Armutsbekämpfung bei
    • Ist Armutsbekämpfung als ein ausdrückliches Ziel des Projekts und in den Maßnahmen verankert?
    • Arbeitet das Projekt mit besonders verletzlichen Gruppen zur Verbesserung ihrer sozialen und wirtschaftlichen Lage?
  • beteiligen die lokale Bevölkerung/Zivilgesellschaft
    • Haben die Betroffenen von Projekten ein Mitspracherecht an Planung, Umsetzung und Monitoring des Projekts?
    • Sind NRO als Vertreter der lokalen Bevölkerung beteiligt?
    • Ist die lokale Bevölkerung direkt beteiligt?
  • berücksichtigen explizit den Schutz der Menschenrechte
    • Sind Schutz und Förderung der Menschenrechte explizit in Zielen und Maßnahmen verankert?
    • Werden benachteiligte Bevölkerungsgruppen in der Wahrnehmung ihrer Rechte und der Beteiligung an Entscheidungen gestärkt?
    • Befolgen REDD+-Projekte das Prinzip der freiwillig vorab und in Kenntnis der Sachlage gegebenen Zustimmung (FPIC)?
  • haben Gender-Aspekte integiert
    • Hat das Projekt die Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit als Zielsetzung?
    • Setzt es Gender Mainstreaming oder eine Gender Responsiveness Strategie um?
    • Wird die Zielgruppe nach Männern und Frauen differenziert?
    • Werden Frauen und Frauengruppen explizit mit einbezogen?
  • berücksichtigen schutzbedürftige Gruppen bei Anpassungsmaßnahmen
    • Führt das Projekt Anpassungsmaßnahmen durch, die die Lage besonders verletzlichen Gruppen verbessern sollen, besonders in vom Klimawandel am stärksten betroffenen Regionen?

Quellenangaben:
keine Projektbeschreibung verfügbar, Februar 2015

zuletzt aktualisiert: 26.02.2015 | Edit

Weitere Einträge

Projekt Land Jahr Sektor Betrag
Einzahlung in das Energy Sector Management Assistance Program (ESMAP) Multilaterale Entwicklungsbank 2015 Minderung 900 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in den Multi Donor Trust Fund for the Extractives Global Programmatic Support (EGPS) Multilaterale Entwicklungsbank 2015 Minderung 275 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in Global Facility for Disaster Reduction and Recovery Multilaterale Entwicklungsbank 2015 Anpassung 250 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in das World Food Programme (WFP) Multilaterale Institutionen und Initiativen 2016 Anpassung 38 511 920 €
(Zuschuss)
Einzahlung in UNDP Equator Initiative Multilaterale Institutionen und Initiativen 2016 Cross-cutting 380 000 €
(Zuschuss)
Action for Fair Production Multilaterale Entwicklungsbank 2016 Minderung 500 000 €
(Zuschuss)
NDC Support Programme Multilaterale Institutionen und Initiativen 2017 Cross-cutting 15 000 000 €
(Zuschuss)
Support of the implementaton of the work of the Technology Executive Committee (TEC) Multilaterale Institutionen und Initiativen 2019 Minderung 100 000 €
(Zuschuss)
Beteiligung an NDC-Partnership 2019 Multilaterale Institutionen und Initiativen 2019 Cross-cutting 15 000 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in die International Renewable Energy Agency (IRENA) 2019 Multilaterale Institutionen und Initiativen 2019 Minderung 835 936 €
(Zuschuss)

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