Deutsche
Klimafinanzierung
Der deutsche Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung
Projektdatenbank zur deutschen Klimafinanzierung

Umsetzung nachhaltiger Landnutzungssysteme für den Erhalt von Wäldern, den Schutz des Klimas (REDD+) und zur Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien

Kolumbien, Mittel- und Südamerika, 2018

Eckdaten
Land/RegionKolumbien, Mittel- und Südamerika
Ländereinordnung Upper Middle Income Country
Summe 5 199 958 €
(Zuschuss)
davon „Klima“-Anteil 5 199 958 €
Finanziert über BMU Finanzierungsinstrument IKI (bilateral)
Jahr 2018 Projektzeitraum k.A.
Sektor Waldschutz (Anpassung)
Rio Marker Minderung 0 Rio Marker Anpassung 2
Projektträger CIAT - International Center for Tropical Agriculture
Projektpartner
Anrechnung auf X 0,7% - Ziel der Entwicklungszusammenarbeit
O Fast-Start-Zusage 2010-2012
X Biodiversitätszusage 2009
O Beitrag zur l'Aquila Zusage für Ernährungssicherheit
Ziel und Maßnahmen Wälder sind für die Artenvielfalt und als Kohlenstoffspeicher wichtig. Häufig sind die Ökosysteme aber durch eine Ausweitung der Landnutzung bedroht. Das Vorhaben fördert daher nachhaltige Systeme der Landnutzung, der Schwerpunkt liegt auf dem landwirtschaftlichen Bereich (beispielsweise der Rinderhaltung). Es richtet sich an Landwirte in Gebieten, die für die Kohlenstoffspeicherung und Landschaftsrenaturierung als vorrangig eingestuft wurden – und gleichzeitig von bewaffneten Konflikten betroffen oder bedroht sind. Das Projekt trägt dazu bei, CO2 zu reduzieren, Wald zu erhalten, degradierte Landschaften wiederherzustellen und die Lebensqualität zu verbessern. So bringt es die Umsetzung der nationalen REDD+-Strategie und des nationalen Klimaschutzbeitrags voran und stärkt Aktivitäten zur Friedenssicherung. Die Systeme werden auf die lokalen Gegebenheiten zugeschnitten. Um die vielversprechendsten Ansätze zu fördern, werden im nächsten Schritt Strategien für eine Skalierung erarbeitet. Stand der Umsetzung/Ergebnisse
  • Die Ministerien MADS und MADR nahmen an der Auftaktsitzung des Projekts teil. Die Regionen Caquetá und Cesar wurden im Rahmen des Projekts (zusammen mit MADS, MADR und ART) als die beiden regionalen Knotenpunkte für die Pilotierung von SLUS priorisiert. Ebenso sollen in Abstimmung mit diesen Institutionen Restaurierungsprioritäten festgelegt werden.
  • Es wird erwartet, dass das Projekt nicht nur die kolumbianischen klimapolitischen Prozesse, sondern auch die globalen Klimadialoge beeinflussen wird. So informiert das Projekt beispielsweise über die Bemühungen der Regierung und die Plattformen für den Multi-Stakeholder-Dialog zur Förderung von „Zero-Deforestation“-Agrowertschöpfungsketten. Insbesondere informiert eine mit Unterstützung des Projekts entwickelte Grundlagenstudie zum Kakaosektor über die Gestaltung der Strategie zur Umsetzung der kürzlich gestarteten Kakao-, Wald- und Friedensinitiative.
  • Das Deutsche Thünen-Institut führte ein Trainingsprogramm zur Modellierung von SLUS durch. Dieses zielt darauf ab, die institutionellen Kapazitäten für die Bewertung der wirtschaftlichen Leistung von SLUS im Zusammenhang mit der in den Schwerpunktregionen des Projekts erprobten Viehzucht vorzubereiten und zu verbessern.
  • Die Projektmitarbeitenden nehmen am kolumbianischen Runden Tisch für nachhaltige Viehzucht teil, um einen Beitrag zum NAMA für nachhaltige Rinderhaltung zu leisten, das von der kolumbianischen Regierung konzipiert wird. Auf Ersuchen der kolumbianischen Regierung fungiert das Projekt als Sekretär für das Abkommen über eine „Zero Deforestation“-Wertschöpfungskette für den Milchsektor. Darüber hinaus ist das Projekt an den Vereinbarungen zur „Zero Deforestation“ in der Kakao-, Milch- und Fleischwertschöpfungskette beteiligt.
  • Wie mit der "Universidad de la Amazonia" vereinbart, bietet CIPAV einen Postgraduiertenkurs über nachhaltige Viehzucht in der Amazonasregion an, an dem 50 Studierende teilnehmen. CIPAV- und CIAT-Forscher und Forscherinnen, die durch das SLUS-Projekt finanziert werden, decken verschiedene Abschnitte ab, darunter auch solche zur Wertschöpfungskettenanalyse und zu nachhaltigen Geschäftsmodellen.
  • Jahrestagung des SLUS-Projekts: Die Diskussionen konzentrierten sich auf den Fortschritt, die nächsten Schritte und die Arbeitspläne. Dem Treffen folgte die regionale Lancierung des Projekts in Cesar und Caqueta.

 

zuletzt aktualisiert: 23.12.2020 | Edit

Weitere Einträge

Projekt Land Jahr Sektor Betrag
Einzahlung in das Montrealer Protokoll (MP) 2012 Multilaterale Klimafonds 2012 Minderung 7 300 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in den Globaler Umwelt- und Treuhandfonds (GET) der Globalen Umweltfazilität (GEF) 2013 Multilaterale Klimafonds 2013 Minderung 31 600 224 €
(Zuschuss)
Einzahlung in den Globaler Umwelt- und Treuhandfonds (GET) der Globalen Umweltfazilität (GEF) 2012 Multilaterale Klimafonds 2012 Minderung 28 600 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in den Globaler Umwelt- und Treuhandfonds (GET) der Globalen Umweltfazilität (GEF) 2011 Multilaterale Klimafonds 2011 Minderung 21 000 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in den Globaler Umwelt- und Treuhandfonds (GET) der Globalen Umweltfazilität (GEF) 2009 Multilaterale Klimafonds 2009 Minderung 26 000 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in den Globaler Umwelt- und Treuhandfonds (GET) der Globalen Umweltfazilität (GEF) 2008 Multilaterale Klimafonds 2008 Minderung 27 000 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in das Pilot Programme for Climate Resilience (PPCR) 2010 Multilaterale Klimafonds 2010 Anpassung 3 000 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in das Pilot Programme for Climate Resilience (PPCR) 2009 Multilaterale Klimafonds 2009 Anpassung 3 000 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in das Pilot Programme for Climate Resilience (PPCR) 2011 Multilaterale Klimafonds 2011 Anpassung 3 000 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in die Forest Carbon Partnership Facility (FCPF) 2010 + Multilaterale Klimafonds 2010 Waldschutz (Minderung) 3 000 000 €
(Zuschuss)

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