Deutsche
Klimafinanzierung
Der deutsche Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung
Projektdatenbank zur deutschen Klimafinanzierung

Programm Unterstützung der Umsetzung des nationalen Waldprogramms PSFE

Kamerun, Subsahara-Afrika, 2011

Eckdaten
Land/RegionKamerun, Subsahara-Afrika
Ländereinordnung African Country, Lower Middle Income Country
Summe 1 187 354 €
(Zuschuss)
davon „Klima“-Anteil 1 187 354 €
Finanziert über BMZ Finanzierungsinstrument allgemeine FZ/TZ (bilateral)
Jahr 2011 Projektzeitraum k.A.
Sektor Anpassung, Minderung
Rio Marker Minderung 1 Rio Marker Anpassung 1
Projektträger Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Eschborn
Projektpartner
Anrechnung auf X 0,7% - Ziel der Entwicklungszusammenarbeit
O Fast-Start-Zusage 2010-2012
X Biodiversitätszusage 2009
O Beitrag zur l'Aquila Zusage für Ernährungssicherheit

zusätzliche Informationen

GIZ  Projektbewertung: Kurzbericht (2015):

Projekt 2010.2033.8

Die Projektbewertung erfolgt anhand der fünf OECD-DAC-Kriterien (Relevanz, Effektivität, Wirkung, Effizienz und Nachhaltigkeit).

 

Auszug aus der Projektbeschreibung:

Trotz restriktiver Nutzungsbedingungen bleibt die Gefährdung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Funktionen der Waldökosysteme Kameruns durch Degradation, Entwaldung und Wilderei bestehen. Ursachen der Waldzerstörung sind u.a. der erhöhte Energiebedarf einer wachsenden Bevölkerung, fehlende nachhaltige Nutzungskonzepte für bestehende Wälder, illegale Nutzung der Waldressourcen und unklare Nutzungsrechte sowie zunehmend agroindustrielle Flächenexpansion.

 

Den im regionalen Vergleich fortschrittlichen Wald- und Schutzgebietspolitiken und -strategien mangelt es an einer konsequenten Umsetzung, um ihre Wirkungen zu entfalten. Einer Stärkung des Managements auf der dekonzentrierten Ebene steht gegenwärtig der Mangel an qualifiziertem Fach- und Führungspersonal im Bereich Ressourcenmanagement entgegen.

 

Des Weiteren wird die Umsetzung durch nicht effektiv funktionierende Prozesse sowohl horizontal, d.h. interministeriell, als auch vertikal, d.h. zwischen der nationalen Ebene und den nachgeordneten Diensten, behindert. Hier setzt das Programme d’Appui au Programme Sectoriel des Forêts et de l‘Environnement (ProPSFE) mit der Förderung der Leistungsfähigkeit der Schlüsselpartner MINFOF und MINEPDED und anderer relevanter Akteuren (z.B. Gemeinden) vor allem auf lokaler Ebene an. Besonderes Gewicht wird im Rahmen der nationalen Sektorpolitikberatung auf die Förderung der Kooperation zwischen Umwelt- und Forstministerium einerseits und ausgewählten Regional- und Distriktverwaltungen andererseits gelegt. Das Vorhaben fördert das Entstehen angemessener strategischer und gesetzlicher Rahmenbedingungen und die Einführung und Optimierung von Instrumenten und Prozessen des Finanzwesens sowie des Forst- und Schutzgebietsmanagement. Letzteres beinhaltet auch die Übergabe und die Nutzung der Kommunalwälder im Rahmen von Holz- und Nichtholzprodukten. Die Unterstützung einer nationalen REDD-Politik und -struktur, sowie Pilotmaßnahmen zur Verringerung von Treibhausgasemissionen und zur Anpassung an den Klimawandel vervollständigen die Kernleistungen.

 

Das Projekt hat einen Indikator zur Verabschiedete nationale Klimastrategie formuliert: Auszug aus der Bewertung der Effektivität: Es wurde keine Klimastrategie verabschiedet. Jedoch wurde die Methodik zur Integration von Klimaaspekten in Sektorstrategien erarbeitet und ein nationaler Plan zur Anpassung an den Klimawandel erstellt; die nationale REDD Strategie befindet sich in Erarbeitung; die nationale Strategie zur Energieeffizienz und der dazugehörige Aktionsplan sind erstellt.

 

Auszug aus der Bewertung der entwicklungspolitischen Wirkung:

Neben den Zusammenhängen zu den Indikatoren des EZ-Programms wurde überdies der Beitrag des Vorhabens zu Klimaschutz und Artenvielfalt, sowie zur Armutsminderung überprüft und konnte plausible hergeleitet werden. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass die TZ-Maßnahme zur Erreichung der entwicklungspolitischen Ziele Kameruns, insbesondere zur Armutsminderung und Ernährungssicherung (MDG 1) und Umwelt- und Ressourcenschutz (MDG 7) beigetragen hat.

 

Deutsche Fassung: http://star-www.giz.de/cgi-bin/getfile/53616c7465645f5f3fb2b8f797df6dad507d43fd73ad8014dcfb1d3cf80f6470c162ed80c5cbbeb02a5ebe001ef2beb82fc25f403f177423f8fd06b8474d3ffdb49ed907ff1bd588/giz2015-0395de-projektevaluation-propsfe-kamerun-pev.pdf

Englische Fassung: http://star-www.giz.de/cgi-bin/getfile/53616c7465645f5f37d3d09bdde82320c8fc7bf74914bb7ee9f763abd24443e6587282eb4a424f2f664b67b153d8bf43a500a4acb69700303ed942ac151025145d5bdec78f1e4e04/giz2015-0396en-projectevaluation-propsfe-cameroon-pev.pdf

 

Entwicklungpolitische Analyse

Über die Klimafinanzierung geförderte Maßnahmen müssen auch entwicklungspolitischen Kriterien genügen. Für Maßnahmen, die im Zeitraum 2010-2012 bewilligt wurden, haben wir öffentlich verfügbare Projektbeschreibungen danach untersucht, ob einige ausgewählte Aspekte bei der Formulierung von Zielen und Maßnahmen explizit berücksichtigt wurden.
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  • Diese Maßnahmen:
  • O tragen zu langfristigem Klimaschutz und zur Erreichung des 2°-Ziels bei
    • Hat das Projekt einen Rio-Marker Minderung von 2 oder einen Rio-Marker Minderung und Anpassung von jeweils 1?
    • Fördert das Projekt die Einführung neuer Klimatechnologien bzw. technologischer/sozialer Innovation?
    • Fördert das Projekt die Verbesserung der Rahmenbedingungen im Energiebereich?
  • X tragen explizit zur Armutsbekämpfung bei
    • Ist Armutsbekämpfung als ein ausdrückliches Ziel des Projekts und in den Maßnahmen verankert?
    • Arbeitet das Projekt mit besonders verletzlichen Gruppen zur Verbesserung ihrer sozialen und wirtschaftlichen Lage?
  • beteiligen die lokale Bevölkerung/Zivilgesellschaft
    • Haben die Betroffenen von Projekten ein Mitspracherecht an Planung, Umsetzung und Monitoring des Projekts?
    • Sind NRO als Vertreter der lokalen Bevölkerung beteiligt?
    • Ist die lokale Bevölkerung direkt beteiligt?
  • berücksichtigen explizit den Schutz der Menschenrechte
    • Sind Schutz und Förderung der Menschenrechte explizit in Zielen und Maßnahmen verankert?
    • Werden benachteiligte Bevölkerungsgruppen in der Wahrnehmung ihrer Rechte und der Beteiligung an Entscheidungen gestärkt?
    • Befolgen REDD+-Projekte das Prinzip der freiwillig vorab und in Kenntnis der Sachlage gegebenen Zustimmung (FPIC)?
  • haben Gender-Aspekte integiert
    • Hat das Projekt die Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit als Zielsetzung?
    • Setzt es Gender Mainstreaming oder eine Gender Responsiveness Strategie um?
    • Wird die Zielgruppe nach Männern und Frauen differenziert?
    • Werden Frauen und Frauengruppen explizit mit einbezogen?
  • berücksichtigen schutzbedürftige Gruppen bei Anpassungsmaßnahmen
    • Führt das Projekt Anpassungsmaßnahmen durch, die die Lage besonders verletzlichen Gruppen verbessern sollen, besonders in vom Klimawandel am stärksten betroffenen Regionen?

Quellenangaben:
http://www.giz.de/de/weltweit/19615.html, Februar 2015

zuletzt aktualisiert: 25.02.2019 | Edit

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