Schutz der Jeita Quelle
| Eckdaten | |||
|---|---|---|---|
| Land/Region | Libanon, Naher und Mittlerer Osten, Nordafrika (MENA) | ||
| Ländereinordnung | Upper Middle Income Country | ||
| Summe |
7 000 000 €
(Zuschuss) |
davon „Klima“-Anteil | 3 500 000 € |
| Finanziert über | BMZ | Finanzierungsinstrument | allgemeine FZ/TZ (bilateral) |
| Jahr | 2011 | Projektzeitraum | 2009 - 2013 |
| Sektor | Anpassung | ||
| Rio Marker Minderung | 0 | Rio Marker Anpassung | 1 |
| Projektträger | KfW Entwicklungsbank, Frankfurt am Main | ||
| Projektpartner | Council for Development and Reconstruction (CDR) Water Establishment Beirut Mount Libanon (WE-BML) Ministry of Energy and Water (MoEW) |
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| Anrechnung auf |
X 0,7% - Ziel der Entwicklungszusammenarbeit O Fast-Start-Zusage 2010-2012 O Biodiversitätszusage 2009 O Beitrag zur l'Aquila Zusage für Ernährungssicherheit |
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Hauptprobleme des Wassersektors im Libanon sind das mangelnde Management und der unzureichende Schutz der Grundwasserressourcen. Im Großraum Beirut hängen ca. 1,9 Mio. Einwohner von der Trinkwasserversorgung aus der ca. 13 km nordöstlich des Stadtzentrums von Beirut gelegenen Jeita-Quelle ab. Der Grundwasserleiter im Einzugsgebiet der Jeita-Quelle ist durch zahlreiche Verschmutzungsquellen gefährdet, insbesondere durch Abwasser. Zudem ist das Wasserverteilungssystem veraltet und die Wasseraufbereitungsanlage in Dbaye, ca. 4,5 km westlich der Jeita-Quelle gelegen, ist nicht in der Lage, die Verschmutzung in ausreichendem Maße abzufangen. Dadurch ist die Wasserversorgung von Beirut akut bedroht. Die von BGR geplante Maßnahme erfolgt parallel zu einer gleichnamigen Maßnahme der KfW, die im Einzugsgebiet der Jeita-Quelle Kläranlagen und -sammler bauen soll. Beide Projekte dienen der Verringerung des Schadstoffeintrags in das Oberflächen- und Grundwasser. Hauptursache für die Verschmutzung der Jeita-Quelle ist die bislang nicht regulierte Abwassersammlung und –behandlung im Einzugsgebiet der Jeita-Quelle. Im Rahmen der TZ-Maßnahme soll versucht werden, Aspekte des Wasserressourcenschutzes in die Planung von Projekten zur Abwasserreinigung wie auch in andere Bereiche der Landnutzungsplanung zu integrieren.
Entwicklungpolitische Analyse
Über die Klimafinanzierung geförderte Maßnahmen müssen auch entwicklungspolitischen Kriterien genügen. Für Maßnahmen, die im Zeitraum 2010-2012 bewilligt wurden, haben wir öffentlich verfügbare Projektbeschreibungen danach untersucht, ob einige ausgewählte Aspekte bei der Formulierung von Zielen und Maßnahmen explizit berücksichtigt wurden.
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- Diese Maßnahmen:
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tragen zu langfristigem Klimaschutz und zur Erreichung des 2°-Ziels bei
- Hat das Projekt einen Rio-Marker Minderung von 2 oder einen Rio-Marker Minderung und Anpassung von jeweils 1?
- Fördert das Projekt die Einführung neuer Klimatechnologien bzw. technologischer/sozialer Innovation?
- Fördert das Projekt die Verbesserung der Rahmenbedingungen im Energiebereich?
-
tragen explizit zur Armutsbekämpfung bei
- Ist Armutsbekämpfung als ein ausdrückliches Ziel des Projekts und in den Maßnahmen verankert?
- Arbeitet das Projekt mit besonders verletzlichen Gruppen zur Verbesserung ihrer sozialen und wirtschaftlichen Lage?
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beteiligen die lokale Bevölkerung/Zivilgesellschaft
- Haben die Betroffenen von Projekten ein Mitspracherecht an Planung, Umsetzung und Monitoring des Projekts?
- Sind NRO als Vertreter der lokalen Bevölkerung beteiligt?
- Ist die lokale Bevölkerung direkt beteiligt?
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berücksichtigen explizit den Schutz der Menschenrechte
- Sind Schutz und Förderung der Menschenrechte explizit in Zielen und Maßnahmen verankert?
- Werden benachteiligte Bevölkerungsgruppen in der Wahrnehmung ihrer Rechte und der Beteiligung an Entscheidungen gestärkt?
- Befolgen REDD+-Projekte das Prinzip der freiwillig vorab und in Kenntnis der Sachlage gegebenen Zustimmung (FPIC)?
-
haben Gender-Aspekte integiert
- Hat das Projekt die Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit als Zielsetzung?
- Setzt es Gender Mainstreaming oder eine Gender Responsiveness Strategie um?
- Wird die Zielgruppe nach Männern und Frauen differenziert?
- Werden Frauen und Frauengruppen explizit mit einbezogen?
-
berücksichtigen schutzbedürftige Gruppen bei Anpassungsmaßnahmen
- Führt das Projekt Anpassungsmaßnahmen durch, die die Lage besonders verletzlichen Gruppen verbessern sollen, besonders in vom Klimawandel am stärksten betroffenen Regionen?
Quellenangaben:
keine Projektbeschreibung verfügbar
Juni 2014
zuletzt aktualisiert: 11.07.2014 | Edit




