Deutsche
Klimafinanzierung
Der deutsche Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung
Projektdatenbank zur deutschen Klimafinanzierung

Nationales Bewässerungsprogramm SIRIC II

Bolivien, Mittel- und Südamerika, 2011

Eckdaten
Land/RegionBolivien, Mittel- und Südamerika
Ländereinordnung Lower Middle Income Country
Summe 6 000 000 €
(Zuschuss)
davon „Klima“-Anteil 3 000 000 €
Finanziert über BMZ Finanzierungsinstrument allgemeine FZ/TZ (bilateral)
Jahr 2011 Projektzeitraum 2005 - 2012
Sektor Anpassung
Rio Marker Minderung 0 Rio Marker Anpassung 1
Projektträger KfW Entwicklungsbank, Frankfurt am Main
Projektpartner Vizeministerium für Wasserressourcen und Bewässerung
Anrechnung auf X 0,7% - Ziel der Entwicklungszusammenarbeit
O Fast-Start-Zusage 2010-2012
O Biodiversitätszusage 2009
O Beitrag zur l'Aquila Zusage für Ernährungssicherheit

Das Bewässerungsprogramm SIRIC (Subprogramande Inversiones en Riego Intercomunal) setzt sich aus insgesamt acht Einzelprojekten zusammen. In Durchführung befinden sich bisher folgende Bewässerungsprojekte: Mairana in Santa Cruz, Escalera Villa Serrano in Chuquisaca, und San Pedro de Aiquile in Cochabamba. Durch diese mittelgroßen, nachhaltig angelegten Bewässerungsprojekte leistet die KfW Entwicklungsbank einen Beitrag zur Ernährungssicherheit und Einkommenssteigerung der kleinbäuerlichen und indigenen Bevölkerung, die meist unterhalb der Armutsgrenze lebt und von der Landwirtschaft abhängig ist. Insgesamt profitieren durch SIRIC rund 13.000 Menschen in den Projektgebieten direkt von Einkommenserhöhungen und indirekt noch viele weitere von der Stärkung des landwirtschaftlichen Sektors. Das Kooperationsvorhaben von Finanzieller und Technischer Zusammenarbeit ist ein klassisches Beispiel für „Entwicklungszusammenarbeit aus einem Guss“. Das offene Bewässerungsprogramm SIRIC beschränkt sich dabei nicht nur auf die Finanzierung der Aus- und Neubaumaßnahmen von Bewässerungssystemen, sondern stärkt auch den institutionellen Rahmen des bolivianischen IWRM. Neu am Programm SIRIC ist, dass nun auch verstärkt die zuständigen Mitarbeiter der Präfekturen und des Wasserministeriums in der Leitung und Durchführung von Bewässerungsprojekten ausgebildet werden, um in Zukunft qualitativ hochwertige und partizipativ geplante Projekte leiten zu können.

Entwicklungpolitische Analyse

Über die Klimafinanzierung geförderte Maßnahmen müssen auch entwicklungspolitischen Kriterien genügen. Für Maßnahmen, die im Zeitraum 2010-2012 bewilligt wurden, haben wir öffentlich verfügbare Projektbeschreibungen danach untersucht, ob einige ausgewählte Aspekte bei der Formulierung von Zielen und Maßnahmen explizit berücksichtigt wurden.
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  • Diese Maßnahmen:
  • tragen zu langfristigem Klimaschutz und zur Erreichung des 2°-Ziels bei
    • Hat das Projekt einen Rio-Marker Minderung von 2 oder einen Rio-Marker Minderung und Anpassung von jeweils 1?
    • Fördert das Projekt die Einführung neuer Klimatechnologien bzw. technologischer/sozialer Innovation?
    • Fördert das Projekt die Verbesserung der Rahmenbedingungen im Energiebereich?
  • X tragen explizit zur Armutsbekämpfung bei
    • Ist Armutsbekämpfung als ein ausdrückliches Ziel des Projekts und in den Maßnahmen verankert?
    • Arbeitet das Projekt mit besonders verletzlichen Gruppen zur Verbesserung ihrer sozialen und wirtschaftlichen Lage?
  • X beteiligen die lokale Bevölkerung/Zivilgesellschaft
    • Haben die Betroffenen von Projekten ein Mitspracherecht an Planung, Umsetzung und Monitoring des Projekts?
    • Sind NRO als Vertreter der lokalen Bevölkerung beteiligt?
    • Ist die lokale Bevölkerung direkt beteiligt?
  • X berücksichtigen explizit den Schutz der Menschenrechte
    • Sind Schutz und Förderung der Menschenrechte explizit in Zielen und Maßnahmen verankert?
    • Werden benachteiligte Bevölkerungsgruppen in der Wahrnehmung ihrer Rechte und der Beteiligung an Entscheidungen gestärkt?
    • Befolgen REDD+-Projekte das Prinzip der freiwillig vorab und in Kenntnis der Sachlage gegebenen Zustimmung (FPIC)?
  • X haben Gender-Aspekte integiert
    • Hat das Projekt die Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit als Zielsetzung?
    • Setzt es Gender Mainstreaming oder eine Gender Responsiveness Strategie um?
    • Wird die Zielgruppe nach Männern und Frauen differenziert?
    • Werden Frauen und Frauengruppen explizit mit einbezogen?
  • X berücksichtigen schutzbedürftige Gruppen bei Anpassungsmaßnahmen
    • Führt das Projekt Anpassungsmaßnahmen durch, die die Lage besonders verletzlichen Gruppen verbessern sollen, besonders in vom Klimawandel am stärksten betroffenen Regionen?

Quellenangaben:
https://www.kfw-entwicklungsbank.de/Internationale-Finanzierung/KfW-Entwicklungsbank/Themen/Gender/Projektbeispiele/Bolivien-l%C3%A4ndliche-Bew%C3%A4sserung/ Juni 2014

zuletzt aktualisiert: 05.06.2015 | Edit

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