Deutsche
Klimafinanzierung
Der deutsche Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung
Projektdatenbank zur deutschen Klimafinanzierung

Förderung der ländlichen Entwicklung

Timor-Leste, Asien, 2010

Eckdaten
Land/RegionTimor-Leste, Asien
Ländereinordnung LDC, SIDS, Lower Middle Income Country
Summe -
(Zuschuss)
davon „Klima“-Anteil 2 437 500 €
Finanziert über BMZ Finanzierungsinstrument allgemeine FZ/TZ (bilateral)
Jahr 2010 Projektzeitraum k.A.
Sektor Anpassung
Projektträger Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Eschborn
Projektpartner
Anrechnung auf X 0,7% - Ziel der Entwicklungszusammenarbeit
O Fast-Start-Zusage 2010-2012
O Biodiversitätszusage 2009
O Beitrag zur l'Aquila Zusage für Ernährungssicherheit

+ zusätzliche Informationen

GIZ  Projektbewertung: Kurzbericht (2016):

Projekt 2011.2175.5

Die Projektbewertung erfolgt anhand der fünf OECD-DAC-Kriterien (Relevanz, Effektivität, Wirkung, Effizienz und Nachhaltigkeit).

Auszug aus der Projektbeschreibung:

Das Projekt war so konzipiert, dass das Modulziel durch drei eng miteinander verbundene Ergebnisbereiche erreicht werden sollte, die sich alle auf unterschiedliche Aspekte im Zusammenhang mit der Verbesserung des Beratungsdienstes bezogen. Ergänzt wurden diese um einen vierten Ergebnisbereich mit einer Langzeitperspektive zur Verbesserung der Bildung in den Landwirtschaftsschulen. Die dem Vorhaben zugrundeliegende Wirkungshypothese ging davon aus, dass eine Stärkung der Fach- und prozessrelevanten Kompetenzen der Landwirtschaftsberater (Ergebnisbereich 2), die Einrichtung eines effektiven Managementsystems des Beratungsdienstes (Ergebnisbereich 3) und die Unterstützung der effizienten Umsetzung großangelegter Beratungskampagnen zur Verbreitung Guter Landwirtschaftlicher Praktiken (GAP) ausgewählter Anbauprodukte (Ergebnisbereich 4) die Wirksamkeit und Reichweite des landwirtschaftlichen Beratungsdienstes steigern werden.

 

Ein effektiver Beratungsdienst wiederum erreicht eine kritische Masse an Bäuerinnen und Bauern mit landwirtschaftlichen Beratungsinhalten, Unterstützungsleistungen und Trainings, die in Folge die Empfehlungen für ertragssteigernde Anbaumethoden übernehmen und dadurch letztendlich ihre Produktion steigern und ihre Nährstoffbasis verbessern.

 

 Der Erhalt der Agro-Biodiversität, Anpassung an den Klimawandel und andere Querschnittsthemen wie Sensibilität für die Bedürfnisse und die Rolle von Frauen sowie Konfliktsensibilität wurden in Trainings- und Schul-Kurrikula integriert. Landwirtschaftliche Kampagnen wurden so konzipiert, dass sie sich gleichermaßen an Frauen und Männer richteten.

 

 

Auszug aus der Bewertung der Relevanz:

RDP IV zielt auf die Lösung des drängenden Problems niedriger landwirtschaftlicher Produktivität und Produktion aus der Sicht der Zielgruppen und Endnutzer ab und die bisher mangelnde Effektivität des landwirtschaftlichen Beratungsdienstes, diese zu erhöhen. Die Folgen davon sind Mangel an Marktorientierung in der Agrarproduktion, niedrige Haushaltseinkommen, Armut und Ernährungsunsicherheit. Die Ausrichtung des Vorhabens ist somit kongruent mit relevanten Strategien der Regierung Timor-Leste’s. Zu diesen gehören die Nationale Landwirtschaftliche Beratungspolitik und die Nationale Landwirtschaftliche Beratungsstrategie.

 

Der Fokus auf partizipativen und menschenrechtsbasierten Prinzipien in der Beratung steht im Einklang mit internationalen Standards. Die Relevanz des Vorhabens hätte sich darüber hinaus noch weiter steigern lassen durch die Integration einer ganzheitlicheren Marktperspektive in das Gesamtkonzept.

 

Auszug aus der Bewertung der entwicklungspolitischen Wirkung

Gender und Konflikt Sensibilität war ein Teil des Ausbildungskurrikulums der Berater und ein wichtiges Prinzip in der Umsetzung der GAP Kampagnen und des regulären Beratungsdiensts. Frauen wurden – zum Teil in ausschließlichen Gruppen von Bäuerinnen – befähigt, ihre landwirtschaftlichen Aktivitäten zu diversifizieren sowie Verbesserungen in der Wertschöpfungskette vorzunehmen und konnten dadurch ihre Einkommen verbessern. Über steigende Haushaltseinkommen und eine bessere Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln wurde ein indirekter Beitrag geleistet zu den Bedingungen, die notwendig wenn auch nicht hinreichend sind, einen erneuten Ausbruch von Konflikten und Gewalt im ländlichen Raum zu verhindern. Es gab keine Indikationen für nicht intendierte negative Wirkungen des Vorhabens.

 

Deutsche Fassung: http://star-www.giz.de/cgi-bin/getfile/53616c7465645f5fe9d9ca8ce875346fe7ea3915884506ce1de2c174a41f7ada27ece9c680c93c06c85413276dd31e91e66edd996c4ea2bc60970f4d28c77d0f6e8891024b934859/giz2016-0328de-projektevaluierung-laendliche-entwicklung-timor-leste-pev.pdf

Englische Fassung: http://star-www.giz.de/cgi-bin/getfile/53616c7465645f5f86f6a51ee0ed95aa46ab6470d979b2d8f1dc8757e1b08c0371f1bbe4714725b8a707765d235b9c3839ac073c8a0176c8b3f4da413c106e0415e777fa8fe7e04f/giz2016-0329en-projektevaluation-rural-development-timor-leste-pev.pdf

 

Entwicklungpolitische Analyse

Über die Klimafinanzierung geförderte Maßnahmen müssen auch entwicklungspolitischen Kriterien genügen. Für Maßnahmen, die im Zeitraum 2010-2012 bewilligt wurden, haben wir öffentlich verfügbare Projektbeschreibungen danach untersucht, ob einige ausgewählte Aspekte bei der Formulierung von Zielen und Maßnahmen explizit berücksichtigt wurden.
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  • Diese Maßnahmen:
  • tragen zu langfristigem Klimaschutz und zur Erreichung des 2°-Ziels bei
    • Hat das Projekt einen Rio-Marker Minderung von 2 oder einen Rio-Marker Minderung und Anpassung von jeweils 1?
    • Fördert das Projekt die Einführung neuer Klimatechnologien bzw. technologischer/sozialer Innovation?
    • Fördert das Projekt die Verbesserung der Rahmenbedingungen im Energiebereich?
  • tragen explizit zur Armutsbekämpfung bei
    • Ist Armutsbekämpfung als ein ausdrückliches Ziel des Projekts und in den Maßnahmen verankert?
    • Arbeitet das Projekt mit besonders verletzlichen Gruppen zur Verbesserung ihrer sozialen und wirtschaftlichen Lage?
  • X beteiligen die lokale Bevölkerung/Zivilgesellschaft
    • Haben die Betroffenen von Projekten ein Mitspracherecht an Planung, Umsetzung und Monitoring des Projekts?
    • Sind NRO als Vertreter der lokalen Bevölkerung beteiligt?
    • Ist die lokale Bevölkerung direkt beteiligt?
  • O berücksichtigen explizit den Schutz der Menschenrechte
    • Sind Schutz und Förderung der Menschenrechte explizit in Zielen und Maßnahmen verankert?
    • Werden benachteiligte Bevölkerungsgruppen in der Wahrnehmung ihrer Rechte und der Beteiligung an Entscheidungen gestärkt?
    • Befolgen REDD+-Projekte das Prinzip der freiwillig vorab und in Kenntnis der Sachlage gegebenen Zustimmung (FPIC)?
  • X haben Gender-Aspekte integiert
    • Hat das Projekt die Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit als Zielsetzung?
    • Setzt es Gender Mainstreaming oder eine Gender Responsiveness Strategie um?
    • Wird die Zielgruppe nach Männern und Frauen differenziert?
    • Werden Frauen und Frauengruppen explizit mit einbezogen?
  • X berücksichtigen schutzbedürftige Gruppen bei Anpassungsmaßnahmen
    • Führt das Projekt Anpassungsmaßnahmen durch, die die Lage besonders verletzlichen Gruppen verbessern sollen, besonders in vom Klimawandel am stärksten betroffenen Regionen?

Quellenangaben:
http://www.giz.de/de/weltweit/24029.html Juni 2014

zuletzt aktualisiert: 25.02.2019 | Edit

Weitere Einträge

Projekt Land Jahr Sektor Betrag
Einzahlung an die World Health Organisation (WHO): Special Program for Research and Training in Tropical Diseases (TDR) Multilaterale Institutionen und Initiativen 2016 Anpassung 375 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in das Renewable Energy Policy Network for the 21st Century (REN21): Preparation of reports and regional analyzes Multilaterale Institutionen und Initiativen 2016 Minderung 1 000 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in das International Food Policy and Research Institute (IFPRI): Montpellier-Malabo Panel Multilaterale Institutionen und Initiativen 2016 Anpassung 750 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in das World Resources Institute (WRI): Partnership to Accelerate Implementation of Nationally Determined Climate and Development Actions (NDC Partnership) Multilaterale Institutionen und Initiativen 2016 Cross-cutting 2 960 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in die Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD): Water Governance Initiative Multilaterale Institutionen und Initiativen 2016 Anpassung 40 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in den Global Crop Diversity Trust: Long Term Grant to Ensure Conservation Multilaterale Institutionen und Initiativen 2016 Anpassung 270 000 €
(Zuschuss)
Einzahlung in den Childrens Fund (UNICEF): El Nino Disaster Risk Reduction for livelihoods in South Sudan Multilaterale Institutionen und Initiativen 2016 Anpassung 1 500 000 €
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Einzahlung in ICLEI - Local Governments for Sustainability: Support to ICLEI at headquarters in Bonn Multilaterale Institutionen und Initiativen 2016 Cross-cutting 400 000 €
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Einzahlung in die UN Foondation: Alliance for Clean Cookstoves Multilaterale Institutionen und Initiativen 2016 Minderung 100 000 €
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Einzahlung in das UN Office on Drugs and Crime: Sustainable agricultural development for poverty reduction Multilaterale Institutionen und Initiativen 2016 Cross-cutting 150 000 €
(Zuschuss)

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