Deutsche
Klimafinanzierung
Der deutsche Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung
Projektdatenbank zur deutschen Klimafinanzierung

Biodiversitätsmanagement und Klimawandel

Namibia, Subsahara-Afrika, 2011

Eckdaten
Land/RegionNamibia, Subsahara-Afrika
Ländereinordnung African Country, Upper Middle Income Country
Summe 5 000 000 €
(Zuschuss)
davon „Klima“-Anteil 5 000 000 €
Finanziert über BMZ Finanzierungsinstrument allgemeine FZ/TZ (bilateral)
Jahr 2011 Projektzeitraum 2013 - 2020
Sektor Anpassung
Rio Marker Minderung 0 Rio Marker Anpassung 0
Projektträger Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Eschborn
Projektpartner Ministry of Environment and Tourism (MET)
Anrechnung auf X 0,7% - Ziel der Entwicklungszusammenarbeit
X Fast-Start-Zusage 2010-2012
O Biodiversitätszusage 2009
X Beitrag zur l'Aquila Zusage für Ernährungssicherheit

In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt und Tourismus soll die Kapazität des Umwelt- und Ressourcenmanagements bei wandelnden klimatischen Bedingungen gestärkt werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Umsetzung einer umweltfreundlichen Politik, dem Ausbau einer sinnvollen Verwaltung der Artenvielfalt in ausgesuchten Schutzgebieten, sowie auf den Verbesserungen in Entscheidungsprozessen zur Biodiversität und Fragen zum Klimawandel.

 

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GIZ  Projektbewertung: Kurzbericht (2017):

Projekt 2011.2199.5

Die Projektbewertung erfolgt anhand der fünf OECD-DAC-Kriterien (Relevanz, Effektivität, Wirkung, Effizienz und Nachhaltigkeit).

 

Auszug aus der Projektbeschreibung:

Die namibische Regierung hat die Zerstörung von natürlichen Ressourcen und Ökosystemen und die Auswirkungen dieser Zerstörung auf ländliche Gebiete und die Lebensgrundlagen der Menschen als ernst zu nehmendes Probleme für die Entwicklung des Landes erkannt. Der Klimawandel, der sich insbesondere durch Dürren bemerkbar macht, stellt eine weitere große Herausforderung dar.

Das Ziel des TZ-Projekts besteht darin, dass „eine kohärente Umsetzung biodiversitäts- und klimabezogener Politiken, Strategien und Praktiken durch das Ministerium für Umwelt und Tourismus (MET) in enger Kooperation mit anderen Ministerien und nicht staatlichen Akteuren zunehmend zu einer Diversifizierung und Absicherung der Lebensgrundlagen kommunaler Ressourcennutzer beiträgt“. Zur Erreichung dieses Ziels setzt das Projekt auf einen Mehrebenenansatz mit drei Handlungsfeldern:

  • Capacity Development für die Formulierung und Umsetzung von Umweltpolitiken;
  • Capacity Development für die gemeindebasierte Bewirtschaftung von natürlichen Ressourcen unter sich wandelnden klimatischen Bedingungen; und
  • ein sektorübergreifendes Mainstreaming der Konzepte Biodiversität, Anpassung an den Klimawandel und ökologische Wirtschaft.

 

Auszug aus der Bewertung der Relevanz:

Die Projektziele greifen die Anforderungen der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) und des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) auf und sind genau auf die Vision 2030 des Landes ausgerichtet. Dabei unterstützt das Projekt die Ziele Namibias im Hinblick auf natürliche Ressourcen, Personalentwicklung, institutionelles Capacity Building und Armutsminderung. Ferner unterstützt das Projekt die Umsetzung des EMA. Dieses Gesetz hat für die namibische Regierung eine hohe Priorität, um den Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen (mithilfe von Umweltverträglichkeitsprüfungen) sowie die nachhaltige Entwicklung des Landes (mithilfe von Strategischen Umweltprüfungen) zu verbessern. Die Hauptzielgruppe des Projekts ist die ländliche Bevölkerung Namibias, die in hohem Maße auf die natürlichen Ressourcen angewiesen ist und deshalb von der Zerstörung der natürlichen Ökosysteme sowie den Auswirkungen des Klimawandels besonders bedroht ist. Insbesondere mit seinen CBNRM-bezogenen Maßnahmen leistet das Projekt Unterstützung in Bereichen, die sowohl zur Erhaltung der biologischen Vielfalt als auch zur Verbesserung der Lebensgrundlagen der ländlichen Bevölkerung beitragen

 

Auszug aus der Bewertung der entwicklungspolitischen Wirkung

Insbesondere die Arbeit des Projekts an den durch das EMA geschaffenen gesetzlichen Rahmenbedingungen (Gesetz, Verordnungen, Richtlinien) sowie die Stärkung der Kapazitäten zur Umsetzung des Gesetzes dürften langfristige Wirkungen im Sinne einer Erreichung dieser Ziele haben. Das EMA ist ein hochgradig relevantes Rechtsinstrument von strategischer Bedeutung. Es hat eine große Wirkung auf die Umweltsicherheit und die Nachhaltigkeit in verschiedenen Sektoren, und das MET übernimmt eine federführende Rolle.

Deutsche Fassung: http://star-www.giz.de/cgi-bin/getfile/53616c7465645f5f69ed3af22123104c71b92ebc4b78cd447f778155b8ef1d9a389c8e4c5fbf1b2b982838287d6562142967e1d19c7b575b5cf06fd995cb5ccc099e257e87f0431c/giz2017-0011de-projektevaluierung-namibia-biodiversitaet-klima-pev.pdf

Englische Fassung: http://star-www.giz.de/cgi-bin/getfile/53616c7465645f5f521155ba56223ebd924a979eab67b87c2846398b3c3cda233c589f0e6b68c39f22fdde891fd6dd00011bf2ba59a3e47dc9a537fb2e4dda88f78e21574adbb322/giz2017-0012en-projectevaluation-namibia-biodiversity-climate-pev.pdf

 

 

Entwicklungpolitische Analyse

Über die Klimafinanzierung geförderte Maßnahmen müssen auch entwicklungspolitischen Kriterien genügen. Für Maßnahmen, die im Zeitraum 2010-2012 bewilligt wurden, haben wir öffentlich verfügbare Projektbeschreibungen danach untersucht, ob einige ausgewählte Aspekte bei der Formulierung von Zielen und Maßnahmen explizit berücksichtigt wurden.
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  • Diese Maßnahmen:
  • tragen zu langfristigem Klimaschutz und zur Erreichung des 2°-Ziels bei
    • Hat das Projekt einen Rio-Marker Minderung von 2 oder einen Rio-Marker Minderung und Anpassung von jeweils 1?
    • Fördert das Projekt die Einführung neuer Klimatechnologien bzw. technologischer/sozialer Innovation?
    • Fördert das Projekt die Verbesserung der Rahmenbedingungen im Energiebereich?
  • tragen explizit zur Armutsbekämpfung bei
    • Ist Armutsbekämpfung als ein ausdrückliches Ziel des Projekts und in den Maßnahmen verankert?
    • Arbeitet das Projekt mit besonders verletzlichen Gruppen zur Verbesserung ihrer sozialen und wirtschaftlichen Lage?
  • X beteiligen die lokale Bevölkerung/Zivilgesellschaft
    • Haben die Betroffenen von Projekten ein Mitspracherecht an Planung, Umsetzung und Monitoring des Projekts?
    • Sind NRO als Vertreter der lokalen Bevölkerung beteiligt?
    • Ist die lokale Bevölkerung direkt beteiligt?
  • O berücksichtigen explizit den Schutz der Menschenrechte
    • Sind Schutz und Förderung der Menschenrechte explizit in Zielen und Maßnahmen verankert?
    • Werden benachteiligte Bevölkerungsgruppen in der Wahrnehmung ihrer Rechte und der Beteiligung an Entscheidungen gestärkt?
    • Befolgen REDD+-Projekte das Prinzip der freiwillig vorab und in Kenntnis der Sachlage gegebenen Zustimmung (FPIC)?
  • O haben Gender-Aspekte integiert
    • Hat das Projekt die Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit als Zielsetzung?
    • Setzt es Gender Mainstreaming oder eine Gender Responsiveness Strategie um?
    • Wird die Zielgruppe nach Männern und Frauen differenziert?
    • Werden Frauen und Frauengruppen explizit mit einbezogen?
  • O berücksichtigen schutzbedürftige Gruppen bei Anpassungsmaßnahmen
    • Führt das Projekt Anpassungsmaßnahmen durch, die die Lage besonders verletzlichen Gruppen verbessern sollen, besonders in vom Klimawandel am stärksten betroffenen Regionen?

Quellenangaben:
http://www.giz.de/de/weltweit/24529.html Juni 2014

zuletzt aktualisiert: 25.02.2019 | Edit

Weitere Einträge

Projekt Land Jahr Sektor Betrag
Modellprojekt zur THG-Reduktion durch emissionsmindernde Landnutzung China 2012 Waldschutz (Minderung) 3 500 000 €
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Masterplan Biogaspotenzial Rio Grande do Sul Brasilien 2008 Minderung 157 388 €
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Multiplikation von Best practice Erfahrungen zur Anpassung an den Klimawandel Brasilien 2008 Anpassung 871 241 €
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Program of Activities (PoA) zur Energie Brasilien 2008 Minderung 132 000 €
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Schutz der atlantischen Küstenwälder Brasilien 2008 Waldschutz (Minderung) 2 000 000 €
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